Pamir

Gestern sind wir durch Kirgisistan gefahren und haben es sogar noch nach Tadschikistan auf den “Pamir Highway“ geschafft. Nachts war es so kalt, daß das Wasser in den Bächen gefroren ist und unser Autodach von einer Eisschicht überzogen war.

Wie immer ist es im Pamir sehr schwierig mit der teilweise kaum vorhandenen Straße. Wenn es jetzt noch zu schneien anfängt wird es ungemütlich.

Kirgisistan

Von Turkestan, wo wir übernachtet haben, ging es über Taras in Kasachstan nach Talas in Kirgisistan zur nächsten Übernachtung.

Am nächsten Tag ging es über den Ötmök-Paß bei regnerischem Wetter weiter in die Landesmitte Richtung Osch.

Südkasachstan

Wir haben in Baikonur gegessen in der Nähe des Raketenversuchsgeländes und haben gehört, daß heute 3 Kosmonauten gelandet sind; leider konnten wir nicht näher dran. Nach ca. 7600km haben wir die Grenze Kasachstan/Kirgisistan erreicht und haben in 1 Stunde beide Grenzen ohne Probleme überschritten. Die Deutschen sind hier beliebt wie nirgends auf der Welt.

Kasachstan „mitten durch“

Endlich haben wir es geschafft, auf der (ex-sowjetischen) M32 mitten durch Kasachstan zu fahren:

In Karabutak war die entscheidende Weggabelung zwischen dem Riesenumweg über die Hauptstadt und Karaganda (→ wie vor 4 Jahren) oder der direkten Strecke über Schimkent. Man hat uns gesagt, daß die Straße nach Schimkent und weiter nach Taras gut sei. Bis Aral hat das auch gestimmt und dort übernachten wir gerade. Wir haben 2 Motorradtouristen aus Großbritannien getroffen, die in dieselbe Richtung wollten.

Morgen wollen wir die Reste des Aralsees suchen.

Westkasachstan

In Kasachstan ärgerte sich Ralf über die drängelnden Geländewagen, also wollte er einen von der Straße drängen, was einen teueren Unfall verursachte. Durch sein geschicktes Verhandeln gelang es ihm, mit einem blauen Auge davon zu kommen.

Bei unserer Nachtlagersuche in der Steppe steckten die Auto aufs Übelste fest. Nach einer herrlichen Sternennacht und viel Schaufelei ging es weiter. Ralf mußte dreimal die Reifen wechseln; glücklicherweise hatte er vier dabei.

Auch Dieter fuhr in ein Riesenschlagloch, sodaß er in eine Werkstatt mußte. Eine richtige Werkstatt haben wir nicht gefunden, aber hilfsbereite Leute, die alles instand setzten. Sie machten alles umsonst. Wir wurden auf der gesamten Reise besonders freundlich und hilfsbereit empfangen.

Benzin: 1 Liter 39¢,
Eine Borschtsch: 89€¢
Hotel: 6€

Tagelang fuhren wir auf schwierigsten Pisten durch die weite Steppe; z.T. nur 10km/h. Jetzt sitzen wir im Hotel (in Kandiagasch), haben eine richtige Straße vor uns, die Autos sind lädiert, leben aber noch.

Durch Rußland nach Kasachstan

Wir sind gestern vom Kaukasus durch Tschetschenien nach Grosny gefahren.

Weiter nach Norden:

In Kalmückien haben wir übernachtet und sind gerade nach Überquerung des Wolga-Hauptarms in Astrachan angekommen.

Unterwegs hat Dieter sich mit Polizisten „angefreundet“ und allerlei Schabernack getrieben.

Georgien & Kaukasus

Nach dem Unfall haben wir in Batumi übernachtet und sind am nächsten Tag nach Gori (Geburtsort Stalins) zu einer weiteren Übernachtung gefahren. Am nächsten Morgen sind wir auf der sog. Georgischen Heerstraße über den Großen Kaukasus nach Wladikawkas (Hauptstadt Nordossetiens) im Föderationskreis Nordkaukasus /Rußland gefahren, wo wir nach vielstündiger Grenzabfertigung gerade angekommen sind.

Das Wetter am Schwarzen Meer war schwül-heiß, im Gebirge bis hierher kühl und regnerisch.

Unfall

An der Grenze Türkei/Georgien hat der Ebbi auf der Straße gewendet. Dabei fuhr ein Türke mit einem Affenzahn hinten in unser Auto. Schaden bei uns: Kotflügel, Stoßstange, Rücklicht. Bei unserem Gegner war die gesamte Vorderfront kaputt.

Er telefonierte und in ein paar Minuten waren 10 Türken da. Mit Unterstellungen und Drohungen versuchten sie, daß wir den Schaden sofort bar bezahlen. Nachdem ich eine Stunde mit ihnen gestritten hatte holten wir die Polizei.

Der Fahrer des Autos verschwand mit einem größeren Paket; seine Augen sahen aus, als wenn er gekifft hätte. Als die Polizei kam, behauptete auf einmal ein anderer, er sei der Fahrer gewesen. Da hat er aber bei mir Pech gehabt, weil ich selbstverständlich alles sofort gefilmt und fotografiert hatte.

Als ich dem Polizisten ein Foto des Fahrers zeigte sagte dieser: der Mann ist polizeibekannt und verlangte von den Leuten, daß sie den Mann sofort herbringen. Als der Fahrer wieder da war, bedrängten alle die Polizisten, ihnen zu helfen. Die Polizisten ließen sich jedoch nicht beeinflussen, gaben uns recht und ließen uns weiterfahren. Polizei superkorrekt.

Wir konnten noch in der Nacht über die Grenze fahren und in einem lauschigen Hotel übernachten.

4. Tag: türkische Schwarzmeerküste

Gestern sind wir hier angekommen. Im nördlichen Anatolien war es heiß. Je näher wir dem Meer kamen, um so schwüler wurde es; vereinzelt gab es Platzregen.

Heute wollen wir – abhängig von Wetter und Interesse – über Trabzon (die alte Kaiserstadt Trepezunt) weiter Richtung Georgien fahren und vielleicht schon die Grenze überqueren.